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Betreuung und
Eingliederung

Betreuung und Eingliederung

Heimbewohner beim Backen

Das Pflege- und Betreuungsheim Ortenau wurde im Jahr 1997 offiziell als Behinderteneinrichtung von den Kostenträgern der Eingliederungshilfe anerkannt. Damit fand die schon seit Jahrzehnten geleistete Arbeit mit nicht pflegebedürftigen, aber psychisch, geistig und körperlich behinderten Menschen und ihre Heranführung an ein weitgehend „normales“ Leben ihre Anerkennung.

Im Eingliederungshilfebereich nehmen wir Menschen zwischen 35 und 65 Jahren auf, die keine oder nur wenig Pflege brauchen und meistens keine Pflegeeinstufung haben. Die  Bewohner benötigen vorrangig aufgrund ihrer psychischen Erkrankung, Alkoholabhängigkeit, geistigen oder körperlichen Behinderung unsere psychosozialen Hilfestellungen und Betreuungsangebote. Hauptziel unserer Arbeit im Eingliederungshilfebereich ist es, diese Bewohner auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Lebensqualität zu begleiten. Dies erreichen wir, indem vorhandene Fähigkeiten des Bewohners erkannt und gefördert werden und der Bewohner gleichzeitig bei Anforderungen des täglichen Lebens, die ihn noch überfordern, Unterstützung erfährt.

Haus Sommerhalde für Eingliederungshilfe-Bewohner

Auf dem Gelände des Pflege- und Betreuungsheimes Ortenau in Fußbach bieten wir im renovierten „Haus Sommerhalde“ 51 Plätze für Eingliederungshilfe-Bewohner an.

Zum stationären Eingliederungshilfe-Bereich gehören außerdem vier Außenwohngruppen in Zell a. H., Ortenberg und Fußbach. Hier leben jeweils vier bis sieben Menschen wie in einer Familie. Zusammen bewältigen sie alle täglich anfallenden Aufgaben. Sollte sich ein Bewohner durch die Förderung gut entwickeln, können wir ihm die ambulante Wohnform des Betreuten Wohnens für behinderte Menschen anbieten. Um die Eingliederungshilfe-Bewohner auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung angemessen begleiten zu können, haben wir im Eingliederungshilfebereich multidisziplinäre Teams. Neben pflegerischem Fachpersonal beschäftigen wir auch Erzieher, Arbeitserzieher, Heilpädagogen und Sozialarbeiter.

Erstkontakt

In der Regel wird eine Anfrage für unseren Eingliederungshilfebereich über gesetzliche Betreuer oder die Sozialdienste von Kliniken, Psychiatrien und anderen Einrichtungen gestellt. Ein Erstkontakt mit der betroffenen Person in unserer Einrichtung umfasst ein Informationsgespräch und eine Besichtigung der in Frage kommenden Wohnstätte, der Arbeitstherapie und des Geländes. Das Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen und informiert über die Hilfen, die wir dem Interessenten anbieten können. Außerdem klären wir die Hilfesuchenden darüber auf, dass das Wohnen in unserem Eingliederungshilfebereich soweit wie möglich an ein Leben außerhalb einer Einrichtung heran führen soll. Wir betonen, dass wir den Einzelnen mit diesen Anforderungen nicht alleine lassen, sondern ihn individuell unterstützen.

Aufnahme, Gespräche, Eingliederungshilfeplanung

Bei der Aufnahme eines Bewohners treffen wir mit ihm und seinem Angehörigen/Betreuer verbindliche Absprachen, z. B. über die Art der Arbeitstherapie und Freizeitgestaltung, den Umgang mit Geld und bei Suchterkrankten mit Alkohol. Gleichzeitig erfragen wir die Zukunftsvorstellungen des Bewohners und stimmen darauf die weiteren Entwicklungsziele und -schritte ab. Einige Wochen nach der Aufnahme erstellen wir eine Eingliederungshilfeplanung, die dann Grundlage unseres pädagogischen Handelns ist und fortlaufend ergänzt wird.