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Pflege- und Betreuungsheim: 07803 805-0

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Eingliederungshilfe

Eingliederungshilfe

Heimbewohner beim Backen

Das Pflege- und Betreuungsheim Ortenau wurde im Jahr 1997 offiziell als Behinderteneinrichtung von den Kostenträgern der Eingliederungshilfe anerkannt. Damit fand die schon seit Jahrzehnten geleistete Arbeit mit nicht pflegebedürftigen, aber psychisch, geistig und körperlich behinderten Menschen und ihre Heranführung an ein weitgehend „normales“ Leben ihre Anerkennung.

Im Eingliederungshilfebereich nehmen wir Menschen zwischen 35 und 65 Jahren auf, die keine oder nur wenig Pflege brauchen und meistens keine Pflegeeinstufung haben. Die  Bewohner benötigen vorrangig aufgrund ihrer psychischen Erkrankung, Alkoholabhängigkeit, geistigen oder körperlichen Behinderung unsere psychosozialen Hilfestellungen und Betreuungsangebote. Hauptziel unserer Arbeit im Eingliederungshilfebereich ist es, diese Bewohner auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Lebensqualität zu begleiten. Dies erreichen wir, indem vorhandene Fähigkeiten des Bewohners erkannt und gefördert werden und der Bewohner gleichzeitig bei Anforderungen des täglichen Lebens, die ihn noch überfordern, Unterstützung erfährt.

Haus Sommerhalde für Eingliederungshilfe-Bewohner

Auf dem Gelände des Pflege- und Betreuungsheimes Ortenau in Fußbach bieten wir im renovierten „Haus Sommerhalde“ 51 Plätze für Eingliederungshilfe-Bewohner an.

Zum stationären Eingliederungshilfe-Bereich gehören außerdem vier Außenwohngruppen in Zell a. H., Ortenberg und Fußbach. Hier leben jeweils vier bis sieben Menschen wie in einer Familie. Zusammen bewältigen sie alle täglich anfallenden Aufgaben. Sollte sich ein Bewohner durch die Förderung gut entwickeln, können wir ihm die ambulante Wohnform des Betreuten Wohnens für behinderte Menschen anbieten. Um die Eingliederungshilfe-Bewohner auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung angemessen begleiten zu können, haben wir im Eingliederungshilfebereich multidisziplinäre Teams. Neben pflegerischem Fachpersonal beschäftigen wir auch Erzieher, Arbeitserzieher, Heilpädagogen und Sozialarbeiter.

Erstkontakt

In der Regel wird eine Anfrage für unseren Eingliederungshilfebereich über gesetzliche Betreuer oder die Sozialdienste von Kliniken, Psychiatrien und anderen Einrichtungen gestellt. Ein Erstkontakt mit der betroffenen Person in unserer Einrichtung umfasst ein Informationsgespräch und eine Besichtigung der in Frage kommenden Wohnstätte, der Arbeitstherapie und des Geländes. Das Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen und informiert über die Hilfen, die wir dem Interessenten anbieten können. Außerdem klären wir die Hilfesuchenden darüber auf, dass das Wohnen in unserem Eingliederungshilfebereich soweit wie möglich an ein Leben außerhalb einer Einrichtung heran führen soll. Wir betonen, dass wir den Einzelnen mit diesen Anforderungen nicht alleine lassen, sondern ihn individuell unterstützen.

Aufnahme, Gespräche, Eingliederungshilfeplanung

Bei der Aufnahme eines Bewohners treffen wir mit ihm und seinem Angehörigen/Betreuer verbindliche Absprachen, z. B. über die Art der Arbeitstherapie und Freizeitgestaltung, den Umgang mit Geld und bei Suchterkrankten mit Alkohol. Gleichzeitig erfragen wir die Zukunftsvorstellungen des Bewohners und stimmen darauf die weiteren Entwicklungsziele und -schritte ab. Einige Wochen nach der Aufnahme erstellen wir eine Eingliederungshilfeplanung, die dann Grundlage unseres pädagogischen Handelns ist und fortlaufend ergänzt wird.

Unsere Angebote

Im Pflege- und Betreuungsheim Ortenau Klinikum bieten wir 30 Plätze für Männer und Frauen mit einer Alkoholabhängigkeit mit einem speziellen Stufenkonzept an. Oftmals entscheiden sich die Menschen nach einem langen Leidensweg für unsere Einrichtung, um Schritt für Schritt eine abstinente Lebensführung zu lernen.

Wir unterstützen Sie:

  • Mit Hilfe unseres bewährten Stufenmodells, um ein dauerhaft abstinentes Leben führen zu können
  • Individuelle Unterstützung durch das Fachpersonal
  • Aufarbeitung von Rückfällen
  • Entwicklungsräume werden geboten, damit der Bewohner wieder ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen kann.

Vorraussetzungen:

  • Bereitschaft sich auf das Konzept, auf etwas Neues und Entwicklung einzulassen
  • Bereitschaft zur Mitarbeit
  • Entgiftung vor dem Einzug

Im Eingliederungshilfebereich werden Menschen mit psychischen Erkrankungen und/ oder geistigen Behinderungen betreut. Sie erhalten die größtmögliche Unterstützung, um ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Wir unterstützen Sie:

  • Im Alltagspraktischen Bereich, z.B. in der Haushaltsführung
  • Im Entwickeln sozialer Kompetenzen, durch Gespräche, Reflexion und Konfliktbewältigung
  • Eine regelmäßige Tagesstruktur
  • Medizinische Versorgung durch Fachärzte

Voraussetzungen

  • Bereitschaft sich auf das Konzept des Wohnbereichs einzulassen
  • Bereitschaft zur Mitarbeit
  • Krankheitseinsicht
  • Bereitschaft sich auf die psychiatrische Versorgung einzulassen

Sie wohnen in einer unserer 3 Wohngemeinschaft in Fußbach, Zell a.H. oder Ortenberg und werden täglich zwei Mal von unseren Mitarbeitern begleitet.

Sie bewerkstelligen ihren Alltag mit Unterstützung unseres Personals. Hilfe und Beratung wird gezielt dort gegeben, wo Sie diese benötigen, um Sie auf ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben vorzubereiten.  

So wird zum Beispiel gemeinsam eingekauft und gekocht, geputzt, Arzttermine vereinbart und bei Bedarf begleitet und Freizeitaktivitäten geplant und durchgeführt. Außerdem erhalten Sie Hilfen bei der Tagesstrukturierung.

Voraussetzungen

  • Psychische Stabilität und verlässliche Medikamenteneinnahme
  • Bereitschaft zur möglichst selbstständigen Haushaltsführung
  • Teilnahme an der Tagesstruktur, ganztags

Das Betreute Wohnen und das Intensiv Betreute Wohnen ist eine begleitende ambulante Hilfe für Menschen mit einer psychischen Erkrankung und/oder einer Alkoholerkrankung.

Die Unterstützung findet ein- bis dreimal pro Woche in der eigenen Wohnung oder Wohngemeinschaft statt und beinhaltet Begleitung, Beratung und Unterstützung je nach dem individuellen Hilfebedarf.

Voraussetzungen

  • Eigenverantwortliche Lebensweise
  • Kein Bedarf an vollstationäre Betreuung
  • Abstinenz bei Alkoholabhängigkeit

Kostenübernahme möglich

Die Kosten werden in der Regel vom Landratsamt getragen. Im Einzelfall kann es vorkommen, dass eigenes Einkommen und Vermögen nach den Vorschriften des Sozialgesetzbuches IX eingesetzt werden müssen. Gerne beraten wir Sie hierzu in einem persönlichen Gespräch.